Arbeit mit Flüchtlingen
Baden-Baden & Rastatt

Fragen & Antworten (FAQ)

Wie kann ich helfen?

Hilfe und Unterstützung kann ganz unterschiedlich sein. Egal ob Sach-, oder Geldspende oder persönlicher Einsatz: Ihre Unterstützung ist in jeder Art und Weise sehr wertvoll. Um rauszufinden, welche Hilfe gerade gebraucht wird, ist es immer ganz hilfreich, direkt vor Ort bei den SozialarbeiterInnen, bei einem Helferkreis oder den MitarbeiterInnen der Gemeinde nach dem konkreten Bedarf zu fragen, da dieser immer sehr verschieden ist.

Wollen Sie sich ehrenamtlich engagieren, gibt es oft schon bestehende Helferkreise mit verschiedenen Arbeitsgruppen, die Sie unterstützen können. Suchen Sie sich ein Thema aus, welches Ihnen Spaß macht und Ihren Stärken entspricht. Haben Sie eine Idee für ein neues Angebot sprechen Sie es mit den hauptamtlichen MitarbeiterInnen (Sozialberatung oder Gemeinde) ab oder bringen Sie dieses doch einfach in den Helferkreis mit ein. Vielleicht finden sich MitstreiterInnen, die Sie gerne dabei unterstützen. 

Wie bin ich versichert?

Grundsätzlich sind Sie, wenn Sie namentlich als Ehrenamtliche/r bekannt sind, haftpflicht- und unfallversichert. Allerdings gibt es hierbei Unterschiede von Gemeinde zu Gemeinde. Daher ist es ganz sinnvoll, sich bei Ihrer Gemeinde oder den SozialarbeiterInnen zu informieren, wo Sie namentlich geführt sind und an wen Sie sich im Schadensfall wenden können.

Darf ich Flüchtlinge im Auto mitnehmen?

Nehmen Sie aufgrund Ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit Flüchtlinge im Auto mit und es passiert ein Unfall, haften Sie mit Ihrer persönlichen Kfz-Versicherung. Auch eine Insassenversicherung gibt es nicht. Bei ärztlicher Versorgung greifen Ihre Versicherung und die des Flüchtlings. Diese Situation lässt sich mit einer privaten Fahrt vergleichen, bei der Sie einen Freund oder Bekannten mitnehmen. Auch hier haften Sie mit Ihren privaten Versicherungen.
Das Mitnehmen eines Flüchtlings mit dem PKW ist somit nicht verboten, aber die Entscheidung dies zu tun, bleibt jedem selbst überlassen.
Einige Gemeinden haben hier eine andere Regelung gefunden. Dies können Sie aber vor Ort abfragen.

Wann und warum brauche ich ein Führungszeugnis?

Die freien Träger der Jugendhilfe (Diakonie, Caritas, etc.) haben mit dem Jugendamt eine Vereinbarung zum Kinderschutz getroffen. Daher müssen haupt- und ehrenamtliche Personen, welche mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, ein Führungszeugnis vorlegen. Zum einen dient dies natürlich zum Schutze der Kinder und Jugendlichen, die Ihnen ihm Rahmen Ihres Ehrenamtes anvertraut werden, aber auch zu Ihrer eigenen Sicherheit.
Das erweiterte Führungszeugnis kann nach Vorlage eines schriftlichen Verweises auf Ihre ehrenamtliche Tätigkeit kostenlos im Bürgerbüro beantragt werden. Vor Ort bei den SozialarbeiterInnen oder GemeindemitarbeiterInnen können Sie erfahren, wo Sie den schriftlichen Hinweis erhalten und wem Sie das Führungszeugnis vorlegen können.

Flüchtling – Wer ist gemeint?

Eine Person wird dann als Flüchtling bezeichnet, wenn sie aus ihrer Heimat fliehen muss. Eine Flucht kann verschiedene Beweggründe haben. Sei es vor Krieg, gefährlichen Situationen, wirtschaftlicher Not, allgemein bedrohlichen Situationen oder politischer Verfolgung. Auch die Aussicht auf keine Zukunftsperspektive löst den Drang aus, aus der derzeitigen Situation zu fliehen. Für Frauen gibt es außerdem frauenspezifische Gründe, die zu einer Flucht bewegen. Sie reisen in andere Länder, beispielweise in die EU und bitten dort um Asyl.

Welchen Status können Flüchtlinge bekommen?

Flüchtlingsanerkennung:
Wem Verfolgung wegen seiner Rasse, Religion, Nationalität, seiner politischen Überzeugung oder Zugehörigkeit zu einer sozialen Gruppe droht, wird als Flüchtling anerkannt und erhält eine Aufenthaltserlaubnis für drei Jahre.

Asylberechtigung:
Wem politische Verfolgung droht, erhält die Asylberechtigung und für drei Jahre eine Aufenthaltserlaubnis. Kein Recht auf Asyl haben Personen, die aus EU-Staaten und „Sicheren Drittstaaten“  (alle EU-Staaten, Island, Norwegen, Schweiz, Lichtenstein) über Landwege einreisen.

Subsidiärer Schutz:
Flüchtlinge erhalten dann Subsidiären Schutz, wenn ihnen Todesstrafe oder Folter droht oder in der Heimat Bürgerkrieg herrscht. Diese Personen erhalten eine Aufenthaltserlaubnis. Allerdings nur für ein Jahr, welche aber verlängert werden kann.

Nationales Abschiebungsverbot:
Wenn Flüchtlingen Lebensgefahr, vor allem wegen fehlender medizinischer Behandlung in ihrem Herkunftsland droht, dürfen sie nicht abgeschoben werden. Diese Personen erhalten eine Aufenthaltserlaubnis für ein Jahr, welche jedoch verlängert werden kann.

Abschiebung und Duldung:
Wird kein Aufenthaltsrecht gewährt, ist die Person in der Regel ausreisepflichtig, was man „Abschiebung“ nennt.
Ist eine Abschiebung aus tatsächlichen oder rechtlichen Gründen nicht möglich, erhält die Person eine sogenannte „Duldung“ und kann vorübergehend bleiben, was jedoch nichts an der Ausreisepflicht ändert.

Können Flüchtlingskinder in Schule und Kindergarten gehen?

Kinder von Asylbewerbern haben einen Anspruch auf Kindergartenplätze und Kinder und Jugendliche sind wie alle anderen schulpflichtig.

Das Kind oder der Jugendliche muss bis spätestens sechs Monaten nach der Registrierung in Deutschland eingeschult werden.

Kinder in Grund- und weiterführenden Schulen besuchen sogenannte VKL-Klassen, in denen sie durch gesonderten Deutschunterricht gefördert werden.

Für Jugendliche gibt es VAB-0 Klassen, die sie unter anderem durch Sprachkurse auf Ausbildung und Beruf vorbereiten.

Was geschieht mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen?

Minderjährige Flüchtlinge, die ohne Eltern oder Erziehungsberechtigte nach Deutschland gekommen sind, kommen in eine Jugendhilfeeinrichtung oder Pflegefamilie. In den Jugendhilfeeinrichtungen sind rund um die Uhr Erzieher und Sozialarbeiter vor Ort, die sich um die Bedürfnisse der jungen Menschen kümmern.

Was versteht man unter „sicheren Herkunftsländern“?

Staaten wie Albanien, Bosnien und Herzegowina, Ghana, Kosovo, Mazedonien, Montenegro, Senegal, und Serbien werden als „sichere Herkunftsländer“ bezeichnet. Bei diesen Staaten geht man davon aus, dass den Menschen dort keine politische Verfolgung droht.

Derzeit gibt es auch eine Diskussion, die Länder Marokko, Tunesien und Algerien als sichere Herkunftsstaaten einzustufen.

Wie wird entschieden, wer bleiben darf?

Nach der Asylantragsstellung wird ein Termin für die Anhörung festgesetzt. Die Anhörung beinhaltet Fragen zu den Personalien, den Fluchtgründen und dem Fluchtweg. Je nach Aussage und Glaubhaftigkeit wird entschieden, welchen Status der Flüchtling bekommt. Um Verständigungsprobleme vorzubeugen, werden vom Bundesamt Dolmetscher für die Anhörungstermine gestellt.

Was versteht man unter „Binnenflüchtlinge“?

Als Binnenflüchtlinge bezeichnet man Personen, die gewaltsam aus ihrer Heimat vertrieben wurden, jedoch keine Staatsgrenze überschritten haben und im eigenen Land verblieben sind.

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Spielgruppe für Kinder ab 1,5 Jahren mit ihren Eltern

Spielgruppe für Kinder ab 1,5 Jahren mit ihren Eltern

Ab Januar gibt es von 10 Uhr bis ca. 11.30 Uhr eine Spielgruppe im Stadtteilzentrum Briegelackerstraße 40.

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